Folgen von Traumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen stellen Fachpersonen in ambulanten und stationären Einrichtungen vor grosse Herausforderungen. Mit dem Begriff Trauma ist nicht das Ereignis gemeint, sondern die Verwundung, die physiologisch im Körper und im Nervensystem des Menschen zurückbleibt. Frühe Traumatisierungen können zu zahlreichen Folgestörungen beitragen.

Betroffene können sich selbst nicht gut steuern und Konsequenzen ihres Handels schlecht einschätzen. Ihre frühe Gewissensbildung ist oft ungenügend ausgeprägt. Auf Herausforderungen reagieren sie häufig hilflos. Viele leiden unter Albträumen und nächtlichem Schreien. Manchmal genügen geringfügige Auslöser (Geruch, Geräusche, Empfindungen), um extreme Reaktionen, wiez.B. heftige Panik, Erstarren oder überschiessende Aggression auszulösen. So manches Kind, das sich einst überwältigt und ohnmächtig fühlte, ist »allergisch« gegen Fremdsteuerung und kämpft um seine Autonomie. Einige können sich in der Schule nicht »einfügen«, andere versuchen sich unsichtbar zu machen. Zugleich verfügen diese Kinder und Jugendlichen über Stärken, die ihnen das Überleben sichern.

Sich mit zentralen Fragen der Traumapädagogik bzw. einer »trauma-heilenden Pädagogik« auseinanderzusetzen, ist eine wichtige Kernaufgabe für Personen die Kinder und Erwachsene in Institutionen oder auch Privat begleiten.

  • Wie kann ich als Bezugsperson Betroffene mit traumatischen Erfahrungen besser verstehen?
  • Wie kann ich angemessen auf sie eingehen?
  • Wie können Kinder, Jugendliche und Erwachsene stabilisiert und ihre Selbstheilungskräfte gestärkt werden?
  • Wie kann ich Betroffenen helfen? Ihr »inadäquates« Verhalten verstehen
  • Was beinhaltet »Trauma-heilende« Pädagogik?
  • Reflexion: Ichstärkung und Selbstbemächtigung

KANN MAN EXTREME TRAUMATISIERUNGEN ÜBERHAUPT ÜBERWINDEN?
Es ist möglich, einen Umgang mit dem Erlebten zu finden. Psychotherapie kann verletzten und traumatisierten Menschen erwiesenermassen helfen. Wir arbeiten mit unseren Patienten daran, dass es gelingt, die Wut und den Ärger, die Scham und die Schuld über die Erniedrigungen zu spüren, sich aber nicht in diesen Gefühlen niederzulassen, sondern sich immer wieder dem Leben zuzuwenden, sodass das Leben nicht von den Geistern der Vergangenheit bestimmt wird. Wichtig ist die Anerkennung als Opfer und Überlebende, aber auch als normale Mitbürger, die um einen Platz in der Gesellschaft kämpfen. Deshalb ist der Zugang zu Sozialberatung und zum Gesundheitsbereich wie auch zu juristischen Beratungsstellen wichtig. Generell lässt sich sagen, dass die Förderung der Autonomie wo immer möglich entscheidend ist: Es braucht Sprachförderung und Zugang zu Kursen, Beschäftigung und Zugang zur Arbeit, Respekt und Anerkennung, soziale Kontakte und die Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die Überlebenden und ihre Familien. Das SRK leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung oder Erlangung der Integrationsfähigkeit der betroffenen Personen.

Quelle: SRK


DIE LEIDTRAGENDEN EINER SCHEIDUNG SIND IMMER DIE KINDER!

EIN SATZ, DER SO NICHT GANZ RICHTIG IST!

Vorwürfe des Sexuellen Missbrauchs und der Psychischen Krankheiten sind in Trennungs- und Scheidungsangelegenheiten wüste Methoden, einen liebenden Elternteil zu verschrotten.

So wie Müttern oder Großmüttern von der Seite der Entfremdenden Elternteile landläufig allzu  gerne eine ‚Geisteskrankheit‘ vorgeworfen wird, die blitzschnell vom Umfeld aufgegriffen werden kann zur zusätzlichen Verleumdung des abzuspaltenden Elternteils, so wird Vätern sehr gerne der Vorwurf des Sexuellen Missbrauchs gemacht. Zu Recht oder zu Unrecht, der Nachweis freilich ist sehr schwer zu führen.

Lesen Sie das gesamte Interview von Dr. Ute Hoffmann

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Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK
Freiburgstrasse 257

3018 Bern-Bümpliz



Menschenrechte, Patientenrecht, Kostendruck in der Regelversorgung, politische Stimmung, Sparprogramme, Krankenkassenprämien, Kostenneutralität: 

Fachtagung in Bern

 

Ist die Unterversorgung in der psychotherapeutischen Behandlung von besonders verletzlichen Menschen in der Schweiz überhaupt ein Thema?

Wer entscheidet mit, wie sieht die allgemeine Stimmung aus, was kann getan werden, gibt es gemeinsame Ansätze?

Durch die verschiedenen Realitäten und Ansichten wird die Dimension des komplexen Themas klar und fördert das gegenseitige Verständnis.

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