KESB - Kindes- und Erwachsenenschutzrecht der Schweiz

Erst eine Änderung des Bundesgesetzes zwang die Gemeinden zum Umdenken: Seit dem 1.1.2013 ind Laienbehörden im Kindes- und Erwachsenenschutz KESB nicht mehr zulässig. 

So haben Juristen, Sozialarbeiter, Psychologen, Pädagogen und andere Fachleute, die alten Vormundschaftsbehörden abgelöst. Sie sind nun für Schutzmassnahmen zuständig. Dazu gehören Fremdplatzierungen von Kindern, Beistandschaften für behinderte oder demente Menschen und die Regelung von Besuchs- und Sorgerecht, wenn sich Eltern trennen.


Die neuen Behörden werden von den Gemeinden bestellt und bezahlt. Ursprünglich hatte die Justizdirektion eine Lösung mit kantonal geführten und bezahlten Behörden vorgeschlagen, dagegen hatten sich die Gemeinden aber erfolgreich gewehrt. Sie fürchteten um ­ihren Einfluss.

 

 

Sie stehen im harschen Gegenwind der Kritik, seit sie im Januar 2013 ihre Aufgabe aufgenommen haben: die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden. Sie seien undurchsichtig, technokratisch und teuer, heisst es. Unerwartet kommt diese Kritik nicht. Und sie ist zum Teil auch nicht vermeidbar. Wenn die Behörden einem Menschen das Recht auf Selbstbestimmung ganz oder teilweise absprechen müssen, geht das fast nie ohne Konflikte. Umso wichtiger und richtiger ist es, dass diese oft sehr schwierigen und weitreichenden Entscheide nicht lokalen Gremien überlassen bleiben. So ist die Gefahr geringer, dass die Rücksicht auf die Gemeindefinanzen eine grössere Rolle spielt als das Wohl des Kindes, das daheim verprügelt wird. Oder dass sich die Behörden scheuen, einen harten Entscheid zu fällen, nur weil der Betroffene ein guter Freund des Gemeindepräsidenten ist.

Siehe FÜRSORGEAMT ANNO DAZUMAL

Liliane Minor, Redaktorin Zürich und Region am 21.07.2014

IHRE WICHTIGEN AUFGABEN SIND

SELBSTVORSORGE

Im 1. Teil des Films werden die Zielgruppen des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts der Schweiz beschrieben sowie die beiden Varianten der Selbstvorsorge
- Vorsorgeauftrag und
- Patientenverfügung erklärt.

Was geschieht, wenn keine VORSORGE getroffen wurde?

 Im 2. Teil des Videos werden die Massnahmen von Gesetzes wegen bei urteilsunfähigen Menschen erklärt.

 


Wann handelt die KESB?

Im 3. Teil werden die Massnahmen der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde, die Beistandschaften, erklärt.

Darf man eine Person in die Psychiatrie versorgen?

Im 4. Teil des Videos wird die fürsorgerische Unterbringung erklärt.