Was gesund sein wirklich bedeutet, merken viele erst,

wenn die Gesundheit nicht mehr da ist.

Die Schweiz ist ein sehr sicheres Land und bietet höchste Lebensqualität. In internationalen Rankings der Lebensqualität sind Schweizer Städte wie Zürich, Genf oder Bern immer wieder in den vordersten Plätzen zu finden. Aber nicht nur in den Städten, auch in den ländlichen Regionen erhält die Schweiz bei Kriterien wie Einkommen, Gesundheitswesen, Sicherheit, persönlicher Freiheiten sowie Familien- und Gesellschaftsleben hervorragende Noten.

 

In der Schweiz sind Bewegungsfreiheit und Sicherheit immer und überall für jedermann gewährleistet! Ist dem wirklich so?

Obwohl die Gesundheitsversorgung im Prinzip Sache der Kantone ist und diese auch den grössten Teil der Kosten der öffentlichen Hand tragen, regelt das Krankenversicherungsgesetz wichtige gesundheitspolitische Fragen auf nationaler Ebene. Die unklare Kompetenzverteilung zwischen Bund, Kantonen und Privaten, die komplexe Finanzstruktur sowie die Einflussnahme starker Interessengruppen behindern Reformen, Qualitätsförderung und eine effektive Kontrolle des Kostenwachstums.

Das Gesundheitswesen in der Schweiz gehört weltweit zu den teuerste. Die Patientinnen und Patienten in der Schweiz bezahlen für die umfassende und rasch verfügbare Gesundheitsversorgung mit hohen finanziellen Eigenleistungen und Einheitsprämien für die obligatorische Grundversicherung.

Ist das Gesundheits-System gut? Gut für alle Menschen, die in der Schweiz der obligatorischen Krankenkassenversicherung unterstellt sind?

Und warum erhalten Obdachlose nicht die gleichen sozialen-gesundheitlichen Absicherungen?

Das Potenzial für eine qualitativ hochstehende, zukunftsfähige und bedürfnisorientierte Gesundheitsversorgung ist vorhanden, doch die Politik hat es bisher nicht genügend genutzt. Dringende Probleme, die gelöst werden müssen, sind die Eliminierung der finanziellen Fehlanreize, die Qualitätsüberprüfung und die finanzielle Absicherung der Langzeitpflege.

Weiter überträgt das Krankenversicherungsgesetz dem Bund Kompetenzen im Bereich der Gestaltung der Prämien und Tarife, der Qualitätssicherung und der Kostendämmung.

Der Bund und das Krankenversicherungsgesetz

Das Krankenversicherungsgesetz wurde 1996 nach einer heiss umstrittenen Volksabstimmung in Kraft gesetzt. Damit erhielt der Bund eine Reihe von neuen Kompetenzen zugewiesen, angefangen bei der Durchsetzung des Versicherungsobligatoriums bis hin zur Kontrolle der Wirtschaftlichkeit und Qualität der Leistungen. Die im KVG geregelte obligatorische Grundversicherung deckt zwar nur rund ein Drittel der gesamten Gesundheitskosten ab, dennoch bildet sie den Kern der Gesundheitsversorgung in der Schweiz. In den Verantwortungsbereich des Bundes gehören weitere Aufgaben des Gesundheitswesens, so zum Beispiel die Zulassung und Kontrolle von Arzneimitteln, Organtransplantationen, Arbeitssicherheit, Gesundheitsberufe, Prävention und Gesundheitsförderung.

Kantone und Gemeinden

Die Kantone spielen eine wichtige Rolle als Planer und Betreiber von Spitälern und Pflegeheimen, in der Finanzierung und Subventionierung verschiedener Einrichtungen sowie als Aufsichtsinstanz über Berufszulassungen und Praxisbewilligungen. Sie betreiben die Fachhochschulen und Universitäten. Die Universitätsspitäler stellen einerseits die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicher und spielen andererseits eine wichtige Rolle in der Forschung und Weiterentwicklung der Medizin. Die Beiträge der öffentlichen Hand an das Gesundheitswesen werden zu über 80 Prozent durch die Kantone aufgebracht.

Schliesslich tragen auch die Gemeinden einen Teil zum Gesundheitswesen bei. Einerseits betreiben sie allein oder in Zweckverbänden Spitäler und Pflegeeinrichtungen, andererseits übernehmen sie Spitex-Dienste und verschiedene Beratungsaufgaben. Insgesamt beteiligen sie sich mit 16 Prozent an der öffentlichen Finanzierung des Gesundheitswesens.

Private- und öffentliche Spitäler

Wie bereits weiter oben ausgeführt, ist das schweizerische Gesundheitssystem eine Mischform von staatlicher Planung und privatem Wettbewerb. Von den 345 Spitälern in der Schweiz sind 132 Privatkliniken. Bei diesen handelt es sich jedoch nur teilweise um gewinnorientierte Spezialkliniken. Viele Privatkliniken haben einen gemeinnützigen Hintergrund. Sie erfüllen einen Versorgungsauftrag und erhalten dafür Subventionen von Kantonen und Gemeinden.

Auch die öffentlichen Spitäler werden nicht mehr ausschliesslich durch die Kantone geführt, sondern haben in den letzten Jahren eine Verselbstständigung erlebt, teilweise als öffentlich-rechtliche Anstalten und in einigen Fällen als privatrechtliche Aktiengesellschaften.  Ambulante

 

Organisationen welche die Lebensqualität unterstützen

Ambulante Arztpraxen, Zahnärztinnen und -ärzte, Spitex-Dienste, Apotheken, Labors sowie zahlreiche Angebote der Komplementärmedizin und im Wellness-Bereich arbeiten auf privater Basis. Teilweise stehen sie zueinander im Wettbewerb. Der Wettbewerb ist allerdings dort stark eingeschränkt, wo die Leistungserbringer in jedem Fall zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung abrechnen können.

Quelle: Anna Sax, lic.oec.publ., MHA

Invalidenversicherung (IV)

Definition von Invalidität

Invalidität besteht dann, wenn eine Person wegen eines körperlichen, psychischen oder geistigen Gesundheitsschadens – infolge Krankheit, Unfall oder seit der Geburt – dauerhaft oder längere Zeit nicht (oder nur noch teilweise) erwerbsfähig ist. Invalidität besteht auch, wenn eine Person aus den gleichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, sich im bisherigen Aufgabenbereich (z.B. im Haushalt) zu betätigen.

Wer ist bei der IV versichert?

Alle Personen, die in der Schweiz wohnen oder arbeiten, sind obligatorisch bei der IV versichert. Freiwillig versichern können sich unter gewissen Voraussetzungen Bürgerinnen und Bürger der Schweiz, der EU oder der EFTA, sofern sie ausserhalb dieser Länder wohnen.

Bei der IV anmelden

Um Leistungen der IV zu beanspruchen, müssen Sie sich bei der IV-Stelle Ihres Wohnkantons anmelden. Die Anmeldeformulare finden Sie online (siehe unten stehenden Link) oder bei den IV-Stellen. Melden Sie sich so rasch wie möglich an. Bei verspäteter Anmeldung riskieren Sie, dass die Leistungen gekürzt werden. Die für Sie zuständige IV-Stelle klärt dann ab, welche Arten von Leistungen ausgerichtet werden und in welcher Höhe.

Kantonale IV Stellen