name der Herkunft Annehmen

 

Ein Adoptivkind erhält gemäss Artikel 267 ZGB die Rechtsstellung eines Kindes der Adoptiveltern. Somit dessen Familienname und unter umständen auch einen neuen Vornamen, mit Vollzug der Adoption.

 

Wir Adoptivkinder sind nicht schwieriger als leibliche Kinder! Wir haben Gefühle und Wissensdurst, auf welche unsere Adoptiveltern Kindsgerecht eingehen müssen und bis auf einige, es bedingungslos von Herzen kommt.

Das verheimlichen der Adoption, was uns die Identität und Wurzeln beraubt, fliegt früher oder später auf.

Ein unumgängliches Spannungsfeld zwischen Adoptivkind und Adoptiveltern öffnet sich. Viele Adoptivkinder sehen in dem Herkunftsnamen - Halt, Geborgenheit und Hoffnung. Sie wollen nicht nur den Vornamen, auch der Familienname trägt zu einer Erdung bei.

Adoptivkinder sind nicht schwieriger als leibliche Kinder und dennoch gibt es Adoptiveltern die 0berfordert sind und schieben das Adoptivkind in ein Heim oder zu Pflegeeltern ab. Oft suchen auch diese Adoptivkinder mit ihrem Herkunftsnamen nach Identität und Zugehörigkeit.

Und dann gibt es noch ein anderes dunkles Kapitel! Die der Psychisch und Physisch, sowie sexuell Missbrauchten. Wesen Adoptivkinder oft bis zu ihrer Unabhängigkeit und dies kann weit über die Volljährigkeit hinausgehen, ausgesetzt werden. Um mit diesem schweren Rucksack umzugehen, gehört nicht nur eine Therapie! Damit man loslassen kann hilft es den Adoptionsnamen abzulegen.

Welche Regel soll bei diesen angewendet werden? Soll das Kind den Namen der leiblichen Mutter erhalten? Oder den des Vaters? Soll das Los entscheiden? Oder soll das Kind die Namen beider Elternteile erhalten und wenn ja, in welcher Reihenfolge? Zum Zeitpunkt der Volljährigkeit selbst einen der beiden Namen wählen, wäre wohl angebracht bei dieser Lebensqualität des Erlittenen.

Der Name gehört zu den Persönlichkeitsrechten. Vielmehr sollte eine Person den Namen, den sie bei der Geburt erhält, grundsätzlich bis an ihr Lebensende unverändert tragen dürfen. Damit wird dem Wunsch traditionsverbundener Personen entsprochen und unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung getragen.

 

ALTES ADOPTIONSRECHT 1912-1973

Ist die Adoption vor dem 1. April 1973 ausgesprochen und nicht auf das neue Adoption Recht übertragen worden,  

so behält das Kind das Kantons- und Gemeindebürgerrecht der leiblichen Mutter (Art. 271 Abs. 2 ZGB).

NEUES ADOPTIONSRECHT 1973-Jetzt

Das unmündige Adoptivkind erhält anstelle seines bisherigen Kantons- und Gemeindebürgerrechts dasjenige der Adoptiveltern (Art. 267a ZGB).  

 

AuslandAdoption:  Bürgerrecht

Das Kantons- und Gemeindebürgerrecht des Kindes folgt grundsätzlich dem Namen. Ausgenommen sind die Fälle, in welchen nur ein Elternteil das Schweizer Bürgerrecht besitzt (s. Art. 4 Abs. 1 BüG). 
Die Neufassung von Artikel 267a ist eine Folge des neuen Artikels 271. Das minderjährige Kind und somit auch das minderjährige Adoptivkind erhalten anstelle ihres bisherigen Kantons- und Gemeindebürgerrechts dasjenige des Elternteils, dessen Familiennamen sie tragen. Dies gilt nicht nur bei der gemeinschaftlichen Adoption nach Artikel 264a ZGB, sondern sinngemäss auch bei der Einzeladoption nach Artikel 264b ZGB.

3.3.1 Abstammung, Name und Bürgerrecht  (Fachprozess EAZW Nr. 33.6 vom 1. Januar 2011 (Stand: 1. November 2011) Aufhebung der Volladoption im Inland oder im Ausland)

Besagt folgendes:
Nach schweizerischem Recht ist bezüglich Verknüpfung und Angaben über die Abstammung, die Namensführung und das Bürgerrecht wieder der Zustand vor der Volladoption herzustellen. Die Aufhebung macht alle beurkundeten Wirkungen der Volladoption rückgängig. 
Das Kind verliert das durch die Volladoption erworbene Schweizer Bürgerrecht wieder. Bei der Beurkundung des Verlustes ist davon auszugehen, dass es wieder oder immer noch die ausländische Staatsangehörigkeit besitzt, die es im Zeitpunkt der Volladoption hatte.  
Erweist es sich als unmöglich, ausländische Identitätsdokumente zu beschaffen, entscheidet die zuständige kantonale Behörde zur Vermeidung von Staatenlosigkeit über die ausnahmsweise Beibehaltung des Schweizer Bürgerrechtes; der Entscheid fällt nicht in die Zuständigkeit des Zivilstandsamtes. Hingegen stellt das Zivilstandsamt den Wiedererwerb des Schweizer Bürgerrechtes in eigener Kompetenz fest, wenn die Volladoption, welche den Verlust bewirkte, aufgehoben wird. 

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Bundesgesetz vom 29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts (BüG), SR 141.0.

WIR FORDERN

Volljährige Adoptierte dessen Herkunft aus dem Ausland stammt, dürfen ihr Schweizerbürgerrecht nicht verlieren, wenn Sie durch ihre Adoptiveltern psychisch und physisch Gewalt, oder sexuell Misshandelt wurden.



Die Befugnis des Bundes, auf dem Gebiet des Zivilrechts Gesetzesbestimmungen zu erlassen, beruht auf Artikel 122 Absatz 1 BV.