Liebe Leserin, Lieber Leser,

ich möchte Euch herzlich zu einer Leserunde zu meinem eben erschienenen Roman »NIEMANDSKINDER verdingt und verachtet. Meine Kindheit in der Schweiz« einladen.

 

ZUM INHALT

Lisa ist nur eine von tausenden Verdingkinder, die bis in die 80ger Jahre des 20. Jahrhunderts, die auf Bauernhöfe und (privat geführten) Kinderheime schlimmer als ein Tier, psychisch, physisch und sexuell misshandelt wird. Alle Träume von Freiheit und Flucht, enden immer wieder im selben Haus des Grauens, der Pflegemutter und späteren Adoptionsmutter. Es scheint als wäre ein Stempel auf der Stirn von Lisa, der Aussagt: »schaut hin, wie Verdorben, Frech und Diebisch sie ist. Weggesperrt gehört sie.«  Mit 17. Jahren gelingt die Flucht und es scheint als kehre das Glück ein. Aber jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit?

 

»NIEMANDSKINDER verdingt und verachtet«, ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutet als Kind psychisch, physisch und sexuell Misshandelt zu werden.

 

Wenn ihr den Weg von Lisa Brönnimann (1970-1986) erkunden möchtet, könnt ihr Euch hier bei der Leseprobe einlinken!


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EIN BUCH DAS ZWAR KEINE LEICHTE KOST IST, ABER HARTE ZEITEN DEUTLICH VOR AUGEN FÜHRT

Als Kind zu schweigen, heisst nicht, niemals darüber zu sprechen!

Wieso das lange Schweigen? Ich musste schauen, dass ich in meinem Leben irgendwie Überlebte und zu Recht kam. Ich wollte nicht zurückschauen, nur vorwärts und wollte nicht als Jammerlappen dastehen. Meine Familie, die im Unwissen war, gab mir die Kraft. Aber zusätzlich existierte in mir eine schwarze Liste, in die ich seit jüngster Kindheit Ereignisse eingetragen habe, die ich nicht verzeihen konnte und wollte; Verletzungen, Missbrauch, Erniedrigungen, Ablehnung, Enttäuschung, Wut, Hass und Rache, sind nur einige Wörter auf meiner schwarzen Liste. Erst in meinem 35. Lebensjahr wurde mir bewusst, wie die Mechanismen vom düsteren Schweizer Kapitel der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen funktionierten. Damit projizierte ich die Wut auf den Staat. Allmählich spürte ich, das ich damit nur mir schade! Und so engagiere ich mich für Rechte derjenigen die nicht die Kraft haben, oder aus Scham schweigen. 

 

 

Ein ähnliches Schicksal wie meines, hat in der Schweiz tausende Kinder, aber auch Jugendliche und erwachsene Frauen und Männer ereilt. Sie wurden von den Behörden zu Pflegeeltern, in Heime, Arbeitsanstalten, Psychiatrie oder Gefängnisse eingewiesen. Wurden Zwangssterilisiert- kastriert, mit Elektroschock gequält und viele in den Tod getrieben und dass sind bei weitem nicht alle Massnahmen. Als Begründung wurden etwa «Verwahrlosung, Liederlichkeit» oder «Arbeitsscheu» angeführt. Für viele Betroffene hatte diese Versorgung gravierende Folgen, die über mehrere Generationen hinweg bis heute spürbar sind.

Das erlebte holt mich Tagtäglich ein

An meinem 20. Geburtstag 1985 habe ich angenommen, dass ich mit der Vergangenheit abschliessen kann. Alles hinter mir lasse und es sei für alle Zeiten vergessen. Aber dem ist nicht so.  

Aus heiterem Himmel sind sie da, diese Stimmen, diese Gerüche, diese Geräusche, die Schmerzen, die Verspottung und das Gelächter. Stimmen von bekannten und fremden Personen, welche damals meine Hilfeschreie ignorierten und mich Lügner, Tschingg, Bastard und Nichtsnutz betitelten. Ich habe gelernt mit dieser Nebenwirkung zu leben. Was für mich und mein näheres Umfeld nicht immer einfach ist.

Mich mit meiner Vergangenheit auseinander zu setzen, half mir, meinen Verursachern zu vergeben und somit mit meinem schweren Schicksal zu versöhnen. Eine innere Ruhe kehrte ein. Aber bis dahin war es ein langer Leidensweg.

Wir brechen ein Tabu!

Alleinfühlen, Beziehungs- und Verlustängste teilen wir Fremdplatzierten und Adoptierten. Seelische Narben und Traumas begleiten unser da sein. Dennoch gingen viele an die Öffentlichkeit und geben dem Unfassbaren ein Gesicht. Setzen sich für die Anerkennung des erlittenen Leids ein und fordern das Massnahmen zur Lebensqualität von Betroffenen und Opfer getreffen werden.

So verfolge auch ich ein Ziel mit meiner Biografie Publikation.

SENSIBILISIERUNG & PRÄVENTION

Es wurde zu meiner Lebensaufgabe, dass dieses trübe Kapitel der Schweizer Geschichte - Zwangsadoption - Zwangsabbruch - dem Tausende von Ledigen, Geschiedenen und Armen zu Opfer vielen, aufgearbeitet wird und nicht vergessen geht.

Das Missbrauchsopfer, Anerkennung für das erlittene Leid zuteil wird und Mütter, resp. Väter die Kenntnis über ihre Kinder erhalten. Das ehemalige Adoptierte (die Gewalt erlitten), Unbürokratisch und ohne Umkosten ihre Geburtsidentität anerkannt wird. Das Verursacher endlich ein Gesicht erhalten, und Opfer nicht belehrt oder Ihnen womöglich noch Vorwürfe gemacht werden.

Es ist bekannt, dass die meisten Kinder nicht von Fremden missbraucht werden, sondern die meisten Fälle im familiären/erzieherischen Umfeld stattfinden und aus Scham und Verlustangst das Kind schweigt.

Der Zustand, das es heute nicht besser ist, dieser Zustand, bewegt mich dazu, zu Handeln und meine Biografie zu veröffentlichen und darüber zu reden, wie sich eine verletzte Kinderseele fühlt, wenn sie misshandelt wird.

Die Kinder von Heute, werden Morgen über uns Alten richten!

1967 Kinderheim Hohmaad Thun. Das Schielen stammt vom Anbinden im Bett
1967 Kinderheim Hohmaad Thun. Das Schielen stammt vom Anbinden im Bett
Mutter-Kindheim Hohmad
Pro Tag wurden im Durchschnitt 40 Säuglinge und 14 Mütter versorgt. 1972 kam es zu einem Einbruch. Die Gründe waren eine bessere Stellung der alleinstehenden Mütter, Verhütung durch die Pille, erleichterter Schwangerschaftsabbruch
1. Schultag 1972. Die Dame von der Vormundschaft begleitete mich am ersten Schultag. Sie war nicht mein Vormund
1. Schultag 1972. Die Dame von der Vormundschaft begleitete mich am ersten Schultag. Sie war nicht mein Vormund
1977
1977
Rosina Brönnimann, Mutter
Rosina Brönnimann, Mutter
Louis Gili, Vater
Louis Gili, Vater


Ich verlose 5x NIEMANDSKINDER verdingt und verachtet. Meine Kindheit in der Schweiz.

 

Lasst Euch von der Leseprobe überzeugen!

 

Voraussetzung ist, dass ihr eure Rezension innerhalb von 4 Wochen (31. August - 27. Sptember 2017) online bei LovelyBoos und Amazon.deExLibris, Weltbild, sowie bei Orellfüssli stellt. 

 

Dies ist meine erste Leserunde. Ich bin schon ganz gespannt, welche Fragen es vielleicht geben wird. 

Ihr findet mich auch auf Facebook unter: 

»Niemands Kinder Lisa Brönnimann«

Buchvernissage
Buchvernissage


AKTEN ZEUGEN VOM DRUCK ZUR ADOPTIONSFREIGABE

Aus Rücksicht und Schutz, der noch lebenden Verursachern und dessen Nachkommen, wesen ich vergeben und wir uns ausgesöhnt haben, werden in Akten/Dokumenten die Namen der Verursacher nicht veröffentlicht.

Journalisten, Reporter, Historiker, Wissenschaftler und Leseveranstalter erhalten Einblick in unzensierte Akten/Dokumente, die an Lesungen und Publikationen nur mit eingeschwärzten Namen publiziert werden dürfen.

 

Wir alle wären froh, wenn der siebenjährige Prozess bald zu Ende ginge ... sagt mein sichtlich ermüdender Vormund
Wir alle wären froh, wenn der siebenjährige Prozess bald zu Ende ginge ... sagt mein sichtlich ermüdender Vormund
1971 - Vater wird heftig unter Druck gesetzt
1971 - Vater wird heftig unter Druck gesetzt
Am 7. Februar 1972 fand die Zwangsadoption statt. Meine Mutter war zur Verhandlung nicht eingeladen. Ein Original Geburtsschein existiert nicht.
Am 7. Februar 1972 fand die Zwangsadoption statt. Meine Mutter war zur Verhandlung nicht eingeladen. Ein Original Geburtsschein existiert nicht.

Lisa Brönnimann.  Fotografiert vom Fotografen Res Reinhard, Worb
Lisa Brönnimann. Fotografiert vom Fotografen Res Reinhard, Worb

Kont@kt

 

Ich halte seit Jahren Vorträge, an Schulen, an Vereins- und an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen im Sozialbereich. Vertrete am Runden Tisch und in der Parlamentarischen Arbeitsgruppe die Interessen von Opfer der Zwangsadoption und missglückten Adoption. Bin Mitglied der beratenden Kommission für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen vor 1981.

 

Frühzeitige Termin Vereinbarungen sind erforderlich. Ihre Anfrage beantworte ich innerhalb 48 Stunden.

 


REZENSION VON LESERN

Gerne würde ich ihre Meinung hören und mit ihrer Erlaubnis diese auch auf meiner Website publizieren.

Ich Danke für jedes Feedback.  

HAT MICH TIEF BEWEGT UND ERSCHÜTTERT

29.8.2017 Journalist R.Gerber in Lovelyboos

Lisa Brönnimann erzählt in „Niemandskinder“ ihre eigene Geschichte. In ihrem Roman beschreibt sie tiefgehend, was es als Kind heißt, psychisch, physisch und sexuell Misshandelt zu werden. Die Darstellung einen nahe stehenden Menschen durch Suizid zu verlieren, ist extrem. Lisa Brönnimann schildert dass so eindrücklich, das man selbst in ein Gefühlskoma fällt. Die Offenheit und Ehrlichkeit die sie wiederspiegelt, das sie selbst nicht perfekt ist, (Diebstahl, Alkohol) ist in solcher weisse in keinem vergleichbaren Buch wiederzufinden. Was aber auf den Zustand der Fremdplatzierung zu führen ist und nicht auf Charakterstärken. Den Charakterstärke hat Lisa Brönnimann.

Biografien sind nicht mein Genre! Aufgrund der jüngsten Ereignisse in der Schweiz, der Aufarbeitung des Sozialkapitels der Verdingung, griff ich zum Buch. Das Buch regt zum Nachdenken an und wirft unseren Sauberstaat in Frage. Missbrauch, ob in der eigenen Familie oder bei Pflegeeltern, erhält in unserer Welt viel zu wenig Beachtung und Handlungsbedarf; insbesondere in der Schweiz. All meinen Respekt an Lisa Brönnimann! Von der ersten bis zur letzen Seite empfehlenswert! 

SEHR SCHOCKIEREND, EMOTIONAL. ERSTAUNLICH WAS EIN MENSCH VERTRAGEN KANN

1.9.2017 einer Kundin/einem Kunden aus Zürich, OrellFüssli

Während des Lesens litt ich mit der Protagonistin mit und dennoch hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, die Geschichte eines starken Kindes zu lesen, die Schreckliches erlebt hat. Sich aber - den grausamen Umständen entsprechend - nie ganz hat brechen lassen. Durch diesen ausgeprägten Überlebenswillen ist ihr letztendlich auch die Flucht und später die Unabhängigkeit gelungen. Ich hoffe doch sehr, das Buchlesungen geplant sind. Ich bin tief bewegt und es würde mich freuen Lisa Brönnimann persönlich zu danken, dass sie den Leser mit in eine Welt nimmt, die man niemals in der Schweiz erwarten würde.


MEIN SCHICKSAL WURDE DREI-VIER GENERATIONEN VOR MIR GESCHMIEDET

WENN ELTERN IN DER LAGE GEWESEN WÄREN ZU REDEN, HÄTTE DIE WORTLOSE, ABER NICHT BEWUSSTE WEITERGABE DES BELASTENDEN NICHT STATTGEFUNDEN 

Ausschnitt aus der Gesundheitssendung: Das weitergegebene Trauma

HEUTE SPRICHT MAN DARÜBER

Ich bin unglaublich traurig über das Schicksal, was meiner Mutter und Vater, Großeltern und Ahnen widerfahren ist.

Am meisten möchte ich wissen ob Sie Schuldgefühle hatten. Die würde ich gerne ausräumen. Ich möchte Ihnen gerne die Schuldgefühle nehmen. Ich nehme an, dass Sie sich sehr gequält haben! Aber Sie konnten nichts dafür. Das ist eigentlich dass, was mich am meisten traurig macht. Das Sie nichts dafür können! Wen ich Sie heute treffen könnte, würde ich ihnen gerne sagen:

"das Alles so ist, wie es jetzt ist, ich absolut Alles gut finde für mich. Aber für Mutter, Vater und meine Verwandten nicht. Eine Rehabilitierung steht Ihnen zu."

Meine leibliche Mutter Rosina lernte ich mit 35 Jahren kennen. Um auf sich aufmerksam zu machen, nutzte sie Medien wie Facebook und Twitter. Auf diesem Weg konnte sie nach Jahrzehnten des Suchens, vier von sieben Kinder wieder in ihre Arme schließen.

Ich erhielt Post von einem Anwalt zugestellt, mit dem Inhalt, das Mutter mich sucht. Mit Vorurteilen - da mir als Kind ein falsches Bild, einer liederlichen, arbeitsscheuen und diebischen Mutter vermittelt wurde, sagte ich dem Treffen nur widerwillig zu. 

Weder Aussehen noch Dialekt habe ich von Mutter geerbt. Aber unsere Werte haben vieles gemeinsam. Wir schätzen Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Freiheit  und Selbstbestimmungsrecht.

Sie zeigte tiefe Muttergefühle. Von meiner Seite kam keine Sympathie auf. Sie blieb mir immer Fremd. So blieb es 13. Jahre lang, nur bei wenigen treffen, die man an beiden Händen abzählen kann. Ich wollte und konnte nicht mehr eingehen. Die unsichtbaren Narben aus meiner Kindheit sassen zu tief. Zermürbend war, das Mutter nie etwas über die Vergangenheit, über ihr Schicksal erzählte. Wäre sie in der Lage gewesen, die schrecklichen Bilder der Kindswegnahmen, die sie jede Nacht verfolgten in Worte zu schildern, hätte das uns Zusammengeschweißt und eine Mutter-Tochter Beziehung hätte keimen können. Erst als ich ihren nahen Tod vor Augen hatte, keimte eine zahrte Beziehung zwischen uns.

Die Akteneinsicht wurde mir durch das Adoptionsgeheimnis und Amtsgeheimnis bis 2011 verweigert. So wusste ich bis 2012 auch nicht, wer mein leiblicher Vater war. Mutter schwieg über das Thema hinweg. Die suche nach meiner Herkunft kostete mich sehr viel Kraft. Was ich fand, macht mich Ohnmächtig. Unbewusst wusste ich, das meinen leiblichen Eltern schlimmes widerfahren ist, was auch meine Zukunft geprägt hat. Mein warten auf eine Antwort wurde am Vorabend ihres Todes belohnt. Zum ersten mal waren unsere Seelen seelenverwandt und zum ersten mal sagte ich zu Rosina - MUTTER.

Das es beim einzigen mal bleibt, ahnte ich an diesem wunderschönen Septemberabend nicht. Da habe ich zum ersten mal über ihr Schicksal, meiner Halbgeschwister und von Großmutter erfahren. Mir gefror das Blut in den Adern. Unfassbar zu was unsere Regierung in der Lage ist, um Arme Leute zu brechen und Heimatlos zu machen!

Jetzt verstehe ich, warum man mich in dieser Gesellschaft mit Abscheu duldete!

Schon nur zu wissen, das ein Teil von mir französischer und italienischer Abstammung ist, lässt mich verstehen warum man mich Bastard und Tschingg nannte. Dennoch weiss ich immer noch sehr wenig. Es sind noch viele Fragen da, die zu beantworten sind!

Hier geht es zu meinen Ahnen

Aktualisiert am 30.8. 2017