ADOPTIVKINDER

ADOPTIERTE WOLLEN WISSEN VON WEM SIE ABSTAMMEN

Ist die eigene Herkunft tatsächlich so wichtig? Oder sind die Wurzeln egal?
Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand genommen haben, unabhängig von ihrer Herkunft, berichten über die neuen Möglichkeiten der Ahnenforschung und die Faszination, die von der Genealogie ausgeht.


JAHRELANGES VERDRÄNGEN

Mischa Steiner wird 1976 im Alter von 3 1/2 Jahren aus Südkorea in die Schweiz adoptiert. Aufkeimende Fragen zum Adoptionsverlauf und seiner Herkunft verdrängt er jahrelang. Erst im Alter von 35 Jahren wagt er es, sich mit diesem «schwarzen Loch der Kindheit» auseinanderzusetzen und findet in seinen Unterlagen einen ungelesenen Brief, in dem seine Halbschwester die Namen seiner Geburtseltern nennt. Mischa beschliesst, den offenen Fragen nun konsequent nachzugehen: Von heute auf morgen kündigt er seinen Job und seine Wohnung in Basel und wandert nach Korea aus. Eine Reise ins Ungewisse beginnt…
Judith Lichtneckerts feinfühliger Debütfilm erzählt von einem Mann der auf der Suche nach dem Glück einen riesigen Einschnitt in seiner Biographie wagt.


MEIN ERSTES LEBEN

Adoptierte Menschen ergründen ihre Wurzeln

Wie gehen Menschen damit um, nicht zu wissen, wer ihre Eltern sind, nicht zu wissen, warum die eigene Mutter sie zur Adoption freigegeben hat?
Drei erwachsene Adoptivkinder haben beschlossen, den Schleier zu lüften, der auf ihrem ersten Lebensabschnitt liegt. Ihre Suche nach den leiblichen Eltern verläuft unterschiedlich - sie bringt Glück wie auch Enttäuschungen mit sich.
Die im Film gezeigten Geschichten nehmen einen unterschiedlichen Verlauf. Was die Menschen verbindet, ist ihre Adoption und der Drang, mehr über die Hintergründe zu erfahren. Die eigenen Wurzeln zu kennen heisst, sich selbst besser zu verstehen. Während der anderthalbjährigen Dreharbeiten gewährten die Betroffenen den Filmemachern sehr persönliche Einblicke. Entstanden ist daraus ein feinfühliger und berührender Film.


VON LIEBE UND WUT

Andreas Nakic wird als uneheliches Kind einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters gleich nach der Geburt von seiner Mutter zur Adoption freigegeben. Zeit seines Lebens ist er auf der Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung, bis er im Kung Fu seine innere Stabilität findet und sich mit 51 Jahren schließlich auf die Suche nach seiner Herkunft macht. Dabei erfährt er, dass seine Mutter immer nach ihm gesucht hat.
Als Andreas Nakic mit 51 Jahren zum ersten Mal seine leibliche Mutter in den Arm nimmt, spürt er eine tiefe Verbundenheit mit der eigentlich Fremden. Bis vor kurzem hat er nur gewusst, dass seine Mutter ihn gleich nach der Geburt zur Adoption freigeben hat. Dass diese die Adoption kurz darauf rückgängig machen wollte und jahrelang nach ihm gesucht hat, davon wusste er nichts.
Anfang der 60er-Jahre ist sein Vater als äthiopischer Austauschstudent in Denver/USA. Dort lernt er Diane kennen und lieben. Als Diane schwanger wird, drängt ihr Vater sie, das uneheliche Kind zur Adoption freizugeben. Sie beugt sich dem Druck. Als sie ihre Entscheidung drei Monate später wieder rückgängig machen will, bekommt sie von der Adoptionsbehörde die Auskunft, ihr Sohn sei bereits in eine glückliche Familie vermittelt worden. Doch das ist eine Lüge.
Andreas lebt in einem Kinderheim und verschiedenen Pflegefamilien, bevor er mit drei Jahren in eine streng-katholische Familie vermittelt wird, in der Prügel zum Alltag gehören.


FREMDES MÄDCHEN

die zartbittere Geschichte einer Adoption

Milena Epp, heute glücklich und 29 Jahre alt, ging in ihrer Jugendzeit durch die Hölle. Sie dachte oft, sie sei verflucht, weil sie überall nur aneckte. Bereits in der zweiten Klasse flehte sie zu Gott, er solle sie wieder holen kommen.
Dabei beginnt alles so hoffnungsfroh. Milena wird mit acht Monaten aus einem kolumbianischen Heim in die Schweiz adoptiert. Sie kommt in eine liebevolle Familie im Kanton Uri. Doch erst nachdem Milena in den letzten Jahren ihre ursprünglichen Wurzeln und manch dunkles Familiengeheimnis kennen lernt, verfliegen die Schatten. Jetzt kann sie endlich richtig leben.
Reporter Pino Aschwanden erzählt die Geschichte dieser schmerzhaften Selbstfindung. Das Leiden habe sich gelohnt, sagt Milena. Sie wisse jetzt, wer sie ist und woher sie komme. Milena, eine junge, heitere und attraktive Frau, ist bei sich angekommen.


ZWANGSADOPTION - DDR

Katrin Behr ist vier Jahre alt, als ihre Mutter vor ihren Augen verhaftet wird. Der SED-Staat entzieht der Mutter das Sorgerecht, weil sie ihr Kind nicht nach sozialistischen Idealen erzieht. Eine linientreue Familie nimmt Katrin nach zwei gescheiterten Adoptionsversuchen auf und erzieht sie zu einem sozialistischen Vorzeigekind. Nach dem Fall der Mauer macht sich Katrin auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter.


DEUTSCHLANDS BROWN BABIES

Als 1946 im zerbombten Deutschland die ersten Besatzungskinder zur Welt kommen, ist das ein Skandal. Besonders angefeindet werden die Frauen, die ein farbiges Baby zur Welt zu bringen. Der gesellschaftliche Druck zwingt einige von ihnen, die Kinder zur Adoption in die USA freizugeben. So wachsen die Kinder in einem Land auf, das noch bis Mitte der 60er Jahre von Rassentrennung geprägt ist.

Sowohl bundesdeutsche als auch US-amerikanische Institutionen wirkten darauf hin, die als skandalös empfundenen Beziehungen aufzulösen. Die Soldaten der US-Armee wurden häufig an weit entfernte Orte versetzt und es wurden ihnen nahegelegt, ihre deutschen Partnerinnen und Kinder im Stich zu lassen. Die Mütter wurden von den Jugendämtern dazu gedrängt, ihre Kinder zur Adoption freizugeben, teilweise wurden die Mütter regelrecht unter Druck gesetzt. Als 1952 die ersten Kinder in das Alter der Einschulung kamen, wurde das „Problem der Negerkinder“ verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen.


LION - beruht auf einer wahren Geschichte

Ein Tag wie jeder andere im Leben des fünfjährigen Saroo: Auf dem Bahnhof der indischen Kleinstadt, in der sein Bruder ihn für einige Stunden zurückgelassen hat, sucht er nach Münzen und Essensresten. Vor Erschöpfung schläft er schließlich in einem haltenden Zug ein und findet sich nach einer traumatischen Zugfahrt am anderen Ende des Kontinents in Kalkutta wieder. Auf sich allein gestellt irrt er wochenlang durch die gefährlichen Straßen der Stadt, bis er in einem Waisenhaus landet, wo er von Sue und John Brierley adoptiert wird, die ihm ein liebevolles Zuhause in Australien schenken. Viele Jahre später lebt Saroo in Melbourne, ist beruflich erfolgreich und wohnt mit seiner Freundin Lucy zusammen. Er könnte rundum glücklich sein, doch die Frage nach seiner Herkunft lässt ihn nicht los. Nacht für Nacht fährt er mit Google Earth auf seinem Laptop das Zugnetz Indiens ab, zoomt auf hunderte von Bahnhöfen und sucht nach Hinweisen auf seinen früheren Wohnort und seine leibliche Familie. Er hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als das Unglaubliche passiert und er im Internet auf ein Dorf stößt, das seiner Erinnerung entspricht


BIOLOGISCHE ELTERN

LINA LIEBT - ZWANGSADOPTION

Zwangsadoption hat viele Gesichter. Lina ist eines von Tausenden

Die rebellische Lina wird Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und begegnet rund 40 Jahre später ihrem Sohn, den sie im Gefängnis geboren und zur Zwangsadoption hat frei geben müssen.

Lina liebt


PHILOMENA - Dramatische Zwangsadoption in Irland

Als die junge Philomena Lee im streng katholischen Irland der fünfziger Jahre ein uneheliches Kind erwartet, wird sie von ihren Eltern verstossen und ins Kloster geschickt, um der öffentlichen Schande zu entgehen. Doch Philomena trifft dort nicht auf Barmherzigkeit: Sie wird von den Nonnen genötigt, ihr Kind zur Adoption freizugeben und muss Jahre im Dienste des strengen Klosters verbringen, stets hoffend, dass sich keine Pflegeeltern für ihren Sohn Anthony finden werden und sie ihn irgendwann zu sich nehmen darf. Philomenas Hoffnung wird enttäuscht, als nach drei Jahren Anthony zu neuen Eltern in die USA gegeben wird.


ADOPTIVELTERN

BAUCH MAMA, LEIBLICHE MAMA, HERZ MAMA

ADOPTIVMUTTER GIBT IHRE ERFAHRUNGEN WEITER

Für meine beiden Adoptivkinder bin ich die Herzmama. Geboren hat sie eine andere Frau die ihr Kind aber nicht behalten konnte. Ich kenne die beiden leiblichen Mütter meiner Kinder, weil ich mich für den Weg einer „offenen Adoption“ entschieden habe.


BLIND ADOPTIERT

Das Adoptivkind soll nicht die Pflege ersetzen müssen!

Pietro und Eva Londino leben mit ihrer Adoptivtochter Veronica einen fast normalen Alltag. Einziger Unterschied zu anderen Familien: Pietro ist blind und Eva stark sehbehindert.


GESCHWISTER, SIND OFT DIE LÄNGSTEN BEZIEHUNGEN IM LEBEN

GESCHWISTE - VEREINT ODER ENTZWEI

Verfügbar bis 7.1.2018

Sie können erbitterte Rivalen oder engste Vertraute sein! Viele Geschwisterbeziehungen sind sehr innig, andere wiederum haben Sprengstoffpotential. Oft ist es ein ganzer Gefühls-Cocktail aus Liebe, Bewunderung, Verbundenheit, Eifersucht und manchmal auch Hass. Temperamente, Charaktere und Begabungen unter Geschwistern können völlig unterschiedlich sein. Was aber alle wollen: Die Aufmerksamkeit von Mutter und Vater.

Sendung vom Nachtcafe hier anschauen


ADOPTIONSTABU

ADOPTION AUS DEM AUSLAND

Glück mit Grenzen. Heute kommen Kinder aus 130 Ländern und ist oft eine heikle Institution im Herkunftsland.


SUIZID - und die Zurückgelassenen Verwandten und Bekannten
Annina Furrer fütterte mit ihren Kindern die Möwen – gleichzeitig sprang ihr Adoptivbruder von einer Brücke, nahm sich das Leben. 18 Jahre zuvor hatte auch ihre jüngere Schwester Suizid begangen. Der tiefe Schock und die traumatischen Erinnerungen an damals brachten die dreifache Mutter und Filmemacherin an ihre Grenzen. Was hat ihre Geschwister dazu getrieben, aus dem Leben zu scheiden? Ab wann rieselte der Sand in das scheinbar intakte Familiengetriebe? Furrer begibt sich in ihrem Film «Dem Himmel zu nah» auf Spurensuche ihrer traumatischen Familiengeschichte.

Annina Furrer eine Zurückgelassene

 

CH-Dokumentation 93min.

Warum bringt sich ein Adoptierter um, der eine Glückliche Kindheit hatte? Auch in Adoptivfamilien, bei denen die Adoption prinzipiell aufgeklärt ist, ist dieses Thema oft mit einer Art Tabu belegt.
Adoptiert sein, bedeutet oft mit ganz vielen Fragen durchs Leben zu gehen, von denen viele nie beantwortet werden. Menschen, die bei ihren leiblichen Eltern aufwuchsen, können das meist nicht wirklich verstehen. Auch ist Adoption immer noch ein Tabuthema.
Filminhalt:
An einem Novembertag im Jahre 2009 stürzt sich Marius Furrer von der Berner Kornhausbrücke. Das Unglück lässt seine Schwester nicht los. In ihrer Unfähigkeit, Marius’ Entschluss zu respektieren, fängt sie filmisch nach den Bruchstellen in seiner Biografie zu suchen. Eindringlicher wie intimer Dokumentarfilm, in dem die Filmemacherin Annina Furrer den Verlust ihres Bruders thematisiert.

ER WIRD UNSER BRUDER SEIN

Scarsdale (New York, USA) – Ein sechsjähriger Junge hat sich den Respekt von US-Präsident Obama und Hunderttausenden gerührten Menschen verschafft: Das Kind bot an, den fünfjährigen syrischen Jungen Omran, der im Bomben-Horror von Aleppo verwundet wurde, zu adoptieren.

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