Eine Lange Nacht über Spaniens geraubte KinderMAUER DES SCHWEIGENS

Die Tragödie begann zur Zeit des spanischen Bürgerkriegs und setzte sich bis in die 90er-Jahre fort. Ursprünglich politisch motiviert, wurde der Babyraub bald zu einem lukrativen Geschäft, in das Ärzte, Anwälte, und vor allem die katholische Kirche verwickelt waren. Man schätzt, dass in spanischen Geburtskliniken mehr als 300.000 Babys verschwanden.

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HÖRT AUF, DIE MENSCHEN ZU KATEGORISIEREN

14.4.2017

Lasst sie sein, wer sie sein wollen und freut euch darüber ein Teil dieses vielfältigen Landes zu sein. Jasmin - adoptiert: "Ich für meinen Teil wünsche mir eigentlich nur endlich als Deutsch angesehen zu werden ohne jjedes Mal meine Hautfarbe oder meinen Wuschelkopf erklären zu müssen."

Woher kommst Du?


VOM ADOPTIVKIND UND MECHANIKER ZUM ERFINDERISCHEN ZAHNARZT

26. März 2017

Die Weihnachtsfeier der Schule Meirigen hat Philippe Ledermanns Leben mit einem Schlag verändert. Nein, nicht Affoltern sei sein Heimatort belehrte ihn sein Lehrer. Er stamme aus Genf. Ein Mitschüler half nach und brüllte durch das Klassenzimmer: «Der hat halt nur Papiereltern.» Für Philippe Ledermann waren seine Adoptiveltern, Ätti und Müetti, die besten Eltern, die man sich denken kann, erinnert er sich heute.

Philippe Ledermanns Leben


IN DER SCHWEIZ WERDEN IMMER WENIGER KINDER UND JUGENDLICHE ADOPTIERT!

24.2.2017

Grund dafür sind unter anderem der medizinische Fortschritt und gesetzliche Anpassungen. Die Statistik erfasst Fremdadoptionen aus dem In- und Ausland sowie Stiefkindadoptionen im Inland ab 1979 – siehe Grafik. Vor 1979 existiert keine Adoptionsstatistik.

Zum Artikel Die Adoption verliert an Bedeutung


IN DER ADOPTIONSPOLITIK KOMMT BEWEGUNG AUF!

November 2016

Die Welt schaut auf Niederland, auch die Schweiz.
Von allen Rechtsinstitutionen, die von der menschlichen Gesellschaft entwickelt wurde, ist die Adoption wohl eine der ältesten und faszinierendsten. Aber auch eine des Kinderhandels.

Die niederländische Regierung will über die Frage abstimmen, ob die internationale Kinderannahme-Adoption unter Bedenken über die Gefahr des Menschenhandels und der Kinderwäsche verboten werden soll.

 

Im März 2017 wissen wir mehr. Ich selber bin für ein Verbot der Kindesannahme-Adoption. Eine Adoption kostet gut an die Fr. 25'000.-, damit wäre dem Kind und seiner Familie im Herkunftsland die Zukunft gesichert.

 

Hier eine kurze Beschreibung der Verhandlungen:
Die Abstimmung, die von der Adoptionsbranche weltweit beobachtet wird, wird im März erwartet und folgt einem Bericht der niederländischen Justizministeriums, das feststellte, dass das Adoptionsverfahren als Vorreiter für Kinderhandel eingesetzt werden kann. Der Bericht ruht auf einer Reihe von Adoptionsskandalen in den letzten Jahren. Auch in der Schweiz wurden Kinder wieder in die Herkunftsfamilie zurück geführt, weil keine Einwilligung zur Adoption vorlag.

Von Tausenden von Adoptionen in den letzten Jahren, sagte der Bericht, dass ein signifikanter Anteil schwerwiegender Fehlverhalten, wie zum Beispiel Kinderwäsche oder den Verkauf eines Kindes, mit dem Wunsch westlicher Familien die ein Kind zu jedem Preis auf einem "schwarzen Adoptionsmarkt" ersteigern wollen, gefördert wird..

Frau Yrrah van Der Kruit, eine Beraterin im Rat für die Verwaltung der Strafrechtspflege und Schutz von Jugendlichen und einer der Autoren dieses Berichts, sagte. "Wenn wir wirklich dem Kind helfen wollen, muss die Adoption aufhören. Solange die reichen Länder weiterhin einen Adoptionsmarkt aus ärmeren Ländern unterstützen, werden wir dieses Problem des Kinderhandels haben und die armen Länder werden nicht die notwendigen Entwicklungen vornehmen, um ihre eigenen Kinder zu unterstützen."

Der Bericht besagt, dass eine angemessene Regulierung der internationalen Adoption unmöglich sei und dass die niederländische Regierung ihren Fokus auf den Schutz der Kinder verlagern müsse, indem sie ein "Jugendschutzsystem im Herkunftsland" unterstütze und stellt in diesem sinn die Forderung vor, für eine Änderung in der internationalen Adoptionspolitik.

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Swissinfo


Ich bin Louisa Jules

13.10.2016

Verfügbar bis 13.01.2017

Quelle: WDR

91 Minuten

Louisas Eltern stammen aus Madagaskar, sie wurde jedoch in Kiew zur Adoption freigegeben und lebt nun in Berlin, da sie dort von einer Familie adoptiert und aufgezogen wurde. Mit der Zeit macht sie sich verstärkt Gedanken über ihre leiblichen Eltern und fragt sich, was sie mit diesen verbindet. 'Ist meine Mutter noch dunkler als ich? Tanzen meine Eltern genauso gerne wie ich?' fragt sich die 19-Jährige. So macht sie sich in Madagaskar auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern. Der Dokumentarfilm begleitet die junge Frau auf einer Reise, die zum Abenteuer ihres Lebens wird.

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DANK POLYGAMIE ZUM ADOPTIVKIND

12.3.2016

Das Kind könne nichts dafür, dass seine Adoptivmutter das Gesetz umgangen habe. Deshalb darf das mitlerweile 4. Jährige Kind hierbleiben.

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IN DER SCHWEIZ WERDEN IMMER WENIGER KINDER ADOPTIERT

4.3.2016

Im Jahr 1980 wurden in der Schweiz pro Jahr noch knapp 1600 Kinder adoptiert, inzwischen sind es weniger als 400. Und ein Grossteil davon sind Stiefkind-Adoptionen. «Echte» Adoptionen gibt es heute so gut wie keine mehr.

Doch wie viele «klassische» Adoptionen – Eltern, die ein fremdes Kind adoptieren – gibt es überhaupt noch?


DAS TRAUMA DER WEGGEGEBENEN KINDER

29.02.2016

Adoptivkinder haben einen schweren Start, den schwersten, den man sich vorstellen kann. Denn sie spüren von Anfang an - und das bereits während der Schwangerschaft -, dass sie nicht willkommen sind. Es gibt Untersuchungen, wonach bestimmte Stresshormone, ausgelöst durch negative Gefühle, bereits durch die Nabelschnur zum Kind gelangen und seine emotionale Entwicklung beeinflussen. Die Adoptivmütter müssen deshalb besonders viel aushalten können.

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MEIN ERSTES LEBEN

19. November 2015 

ADOPTIERTE ERGRÜNDEN IHRE WURZELN
Film von Daniel Stadelmann

Wie gehen Menschen damit um, nicht zu wissen, wer ihre Eltern sind, nicht zu wissen, warum die eigene Mutter sie zur Adoption freigegeben hat?
Drei erwachsene Adoptivkinder haben beschlossen, den Schleier zu lüften, der auf ihrem ersten Lebensabschnitt liegt. Ihre Suche nach den leiblichen Eltern verläuft unterschiedlich - sie bringt Glück wie auch Enttäuschungen mit sich.

Mein erstes Leben


SIE NAHMEN MIR DEN BUBEN SOFORT WEG

22.10.2015

Maria Magdalena Ischer erlebte den Terror der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen am eigenen Leib.

Ein erschütternder Lebensbericht – aufgezeichnet vor ihrem Tod im Frühling


FRIEDA HODEL ERFUHR IM STREIT MIT DER MUTTER, DASS DIE EIN ADOPTIVKIND IST

27.4.2015

Mir fehlte aber vor allem die Mutterliebe! Meine kleine Schwester, die nicht adoptiert ist, bekam mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Ich verstand die Welt nicht mehr



ICH BIN NUR DIE BAUCHMAMA

12.8.2014

„Wenn du schwanger wirst, stoße ich dich die Treppe runter. Nimm bloß deine Pille!“

oder ...

„Ich will keine Kinder.“

Was, wenn man doch Schwanger wird?


STIEFKINDADOPTION SOLL KÜNFTIG NICHT NUR FÜR EHEPAARE MÖGLICH SEIN 

29.11.2013

Nach geltendem Recht kann nur eine verheiratete Person das Kind ihres Ehegatten adoptieren. Kinder, die in eingetragenen Partnerschaften oder in faktischen Lebensgemeinschaften aufwachsen, können von der Partnerin oder dem Partner der Mutter bzw. des Vaters nicht adoptiert werden. Damit werden sie gegenüber Kindern in ehelichen Gemeinschaften benachteiligt. Beim Tod des leiblichen Elternteils droht ihnen beispielsweise der Verlust der anderen Bezugsperson.

Ganze Medienmitteilung


KINDERRAUB SPANIENS
Hunderte Nostalgiker des Franko-Regimes haben am Sonntag den 34. Todestag des spanischen Diktators zelebriert. Nostalgiker, die einer Zeit nachtrauern, in der mehr als 30 000 Kinder aus ideologischen Gründen ihren Müttern gestohlen und regime-treuen Familien übergeben wurden. Ein Thema, das noch heute eines der größten Tabus auf der iberischen Halbinsel ist. Sandrine Mercier und Joseph Gordillo auf der Suche nach den gestohlenen Kindern Francos.


DER KAMPF UM DIE WAISENKINDER

7.9.2013

Trotz Überbevölkerung tobt zwischen den Industrieländern ein Konkurrenzkampf um Waisenkinder – Paare haben es zunehmend schwer, ein Kind zu finden. Immer stärker mischt sich die Politik ein, doch die Schweiz hat nicht viel mitzureden. Ein exklusiver Report über Interessen und Hintergründe in der Welt der Adoption.

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IN DEN USA IST DIE VERMARKTUNG VON ADOPTIVKINDER MITTLERWEILE NORMAL

USA, 2012

Kinder und Jugendliche, die auf eine Adoption warten, präsentieren sich in Modeshows und Fernsehsendungen, um passende Eltern zu finden. Marketing bei Adoptionen sei sinnvoll, meinen die amerikanischen Experten, weil so mehr Kinder vermittelt werden könnten. Das sei ein Viehhandel, findet hingegen Heinrich Nufer, Präsident der Schweizerischen Fachstelle für Adoptionen - und eine krasse Verletzung der Würde der Kinder.

Sie werden in adrette Kleider gesteckt und müssen dann über den Laufsteg gehen - im Publikum sitzen potenzielle Eltern, die sie begutachten und studieren können. Oder sie präsentieren sich im Fernsehen, müssen von ihren Hobbys erzählen und hoffen, dass sie dem Publikum so gut gefallen, dass sie danach adoptiert werden. Adoptionsvermittler in den USA greifen zu drastischen Methoden, um auch für grössere adoptionswillige Kinder passende Eltern zu finden. Die US-Amerikaner sehen darin kein Problem, weil sie so die Vermittlungsrate bei Adoptionen steigern konnten. Und das sei im besten Interesse des Kindes. Auch in England gibt es ähnliche Tendenzen - dort werden adoptionswillige Kinder in Tageszeitungen vermittelt.

Text und Bild: Sarah Gibbings

Das ist mir, (Lisa Brönnimann) und anderen Menschenrechtsorganisationen, ein Dorn im Auge. Ich erkenne einen modernen Menschenhandel. Wir halten die Praxis in den Vereinigten Staaten für unwürdig, denn bei einer Adoption geht es nicht um die blosse Vermittlung, sondern vielmehr darum, einem Kind ein Zuhause zu geben bei einer Familie, die es so nimmt, wie es sei, und die zu ihm passe.


FÖRDERT ADOPTION DEN KINDERHANDEL?


ER WAR EIN UNEHELICHES KIND

«Ich habe es bis heute nie mehr gesehen», erzählte die Mutter dem Beobachter vor fünf Jahren. Marco wurde zur Adoption freigegeben. Der Grund: Er war ein uneheliches Kind. 

Vielen Single-Müttern ging es so, und das bis in die siebziger Jahre. Die Geschichte dieser Frauen und ihrer geraubten Kinder wurde bis heute nicht geschrieben – erstaunlich, denn in den sechziger Jahren gab es jährlich bis zu 400 unehelich geborene Kinder. Man schätzt, dass zehn Prozent zur Adop­tion freigegeben wurden.

Zum Artikel  Beobachter


DIE VERLORENEN KINDER DER FRANCO DIKTATUR
4.11.2009
Auf der Suche nach Wahrheit und Identität
Unter General Franco wurden in Spanien zwischen 1939 und 1975 rund 30.000 Kinder ihren politisch linksstehenden Eltern weggenommen. Sie galten als gefährdet und kamen oftmals in die Obhut der Kirche. Die Kinder bekamen neue Namen und erfuhren nie, woher sie kamen und wer ihre wirklichen Eltern waren. Erst jetzt haben viele von ihnen durch das Buch des Historikers Ricard Vinyes erfahren, wer sie sind.
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Das Schicksal beginnt nicht bei den adoptierten-Kindern!
Das Schicksal fängt ein-zwei Generationen früher an!
Mütter und Väter sind noch heute in der Schattenseite von FSZM

13. April 2006

 

1972 berichtet der Beobachter über die Kindeswegnahme und Zwangsadoption von jenischen Kindern. Dann verschwand das dunkle Schweizerkapitel der Zwangsadoption, bis im April 2006 ein Artikel im Beobachter so heftig aufrüttelte, das Ex-Nationalrätin Rosmarie Zapfel die Motion "Adoptionsgeheimnis" lancierte, welche 2009 stillschweigend Schubladisiert wurde und erst mit der zweiten Einreichung von Ex-Nationalrätin Jaqueline Fehr, im 2015 zum Erfolg kam. Mit der Umsetzung happert es allerdings noch.

Zwangsadoption betrifft vorerst die Mutter, respektive den Vater, welche nur sehr selten zu Wort kommen. Das Kind kann von köperlichen und seelischen Misshandlungen berichten und erst mit der Bestätigung der biologischen Mutter, welche über den hergang der Adoption berichtet, von Zwangsadoptiert ausgehen.

Hier finden Sie Beobachter-Artikel über sämmtliche FSZM


ZGB: KINDESANNAHME - ADOPTIONSGESETZ

1. JANUAR 1912
ZGB: KINDESANNAHME - (ADOPTIONSGESETZ)

Ein nationales Adoptionsrecht gibt es in der Schweiz, seit dem 1. Januar 1912, welches im Zivilgesetzbuch (ZGB) in Kraft gesetzt worden ist. Zuvor gab es Regelungen nur in einzelnen Kantonen.

Gedacht war Adoption damals als "ein Rechtsinstitut im Interesse der Adoptionseltern und nicht des Kindes."
Dank Adoptionen von Nachkommen konnten kinderlose Ehepaare Name und Vermögen weitergeben. Der entsprechende Abschnitt im Gesetzeswerk umfasste fünf Artikel, Art. 264-269 ZGB. war mit "Kindesannahme" betitelt und beschrieb eine schwache, respektive offene Form der Adoption.

"Das Kind gehörte mit der Kindesannahme zwei Familien an, was sich auch darin äusserte, dass die leiblichen Eltern ein Besuchsrecht beanspruchen konnten, das ursprünglich auch durch Vertrag nicht wegbedungen und nur durch die zuständige Behörde selbst entzogen werden konnte."