WARUM DER TITEL "NIEMANDSKINDER"?

Niemandskind ist ein Begriff, für ein Kind, dessen Eltern unbekannt sind, sodass es niemandes Kind ist. Der Staat kommt für Niemandskinder auf.

Eine Adoption macht Sinn, weil das Kind zu einer Familie, der Adoptionsfamilie dazu gehört.

Doch was geschieht, wenn die Adoptiveltern, aus wesen Grund auch immer, das angenommene Kind nicht mehr wollen? Das Kind wird erneut zum Niemandskind.

Ich bin ein niemands Kind!

SIE WOLLEN ERST NOCH EIN BISSCHEN MEHR ÜBER MICH ERFAHREN? GERNE:

Lisa Broennimann
Lisa Brönnimann

Mein Name ist LisaYolanda, aber alle nennen mich Lisa. Gebürtige Schweizerin mit französisch/italienischen Wurzeln. 

Gleich nach der Geburt nahm man mich meiner Mutter, die Geschieden war, weg. Weil ihr Liederlichkeit, Arbeitsscheu und lasterhafter Lebenswandel vorgeworfen wurde. Meine Kindheit verbrachte ich an verschiedenen Orten im Kanton Bern. 

LisaYolanda Brönnimann ist mein "Geburtsname". Dem Staat war der Name LisaYolanda zu Fremdländisch und gab mir 1965 einen anderen Vorname, den ich erst im Januar 2016 ablegen konnte. Mir ist mein Geburtsname sehr wichtig, es ist ein Stück von meiner Identität, die mir genommen wurde.

 

Aufgewachsen im Kanton Bern, wohne ich seit 22. Jahren auf dem Land im Üechtland von Fribourg. Meine Kinder sind erwachsen und ich lebe seit 2004 im gegenseitigen - friedlichen Einverständnis von meinem Gatten getrennt und dennoch verbringen wir die Freizeit zusammen. Gemeinsam zogen wir unsere Kinder auf, welche uns an ihrem Leben auch heute noch Teilhaben lassen.

 

Hauptberuflich (40%) arbeite ich für und mit körperlich und geistig Behinderten zusammen, in der Sensler Stiftung für Behinderte.  Was mir viel Freude und jeden Tag eine Bereicherung bringt. Aber nebenbei mache ich noch ein paar andere Dinge, etwa Vernetzerin+ in meiner Wohngemeinde. Das Thema Adoption betrifft mich nicht nur, ich setze mich seit 16. Jahren für die daraus entstandenen Folgen im Erwachsenenalter ein. Was das Kernstück meiner Arbeit ist. Ehrenamtlich begleite ich Opfer, die durch Adoption Missbrauch erlitten. Als Mitglied der beratenden Kommission für Opfer von FSZM vor 1981 kann ich für die Anliegen der Opfer, meine Stimme verleihen und Stellung nehmen.

 

Als Autorin schrieb ich für den Bastei Lübbe Verlag meine Biografie, mit mithilfe von Frau Ulrike RenkMeine Vergangenheit kennt bis anhin fast niemand, den meine Passion liegt im Referieren über den Missbrauch "Zwangsadoption" vor Studenten,  Schülern und Interessierten.

Ich habe nichts studiert außer das Leben, aber auf diesem Weg bin ich Profi geworden für viele Dinge, was eine Adoption begleitet. Ängste, Scham, Emotionen, Bürokratie und manchmal möchte man sich dabei eben lieber mit Gleichgesinnten austauschen, anstatt sich von Fachleuten analysieren zu lassen.

 

Deshalb habe ich mir vorgenommen, Ihnen zu helfen, wenn Sie nicht wissen an wenn Sie sich wenden sollen. Wenn Sie selber Adoptiert sind und den Austausch unter Gleichgesinnten möchten. Wenn Sie den Kontakt zu ihrem Kind suchen. Vielleicht ihr Kind zur Adoption freigeben wollen, oder Adoptieren möchten. Wenn sie ein paar Empfehlungen auf ihrem Weg brauchen, sei es als Adoptivkind, als leibliche Mutter, resp. Vater, als Adoptiveltern, sowie interessierte am Thema Adoption.

Sie können direkt mit mir Kont@kt aufnehmen.

JAHRESZAHLEN

  • geb. am 5.11.1965, Wahlern bei Schwarzenburg    
  • 7. Februar 1972 ADOPTIERT  
  • 1965-1985 etliche Umplatzierungen 
  • 2000 erstes Treffen mit biologischer Mutter    
  • 2001 - 2009 ehrenamtliches Engagement, Adoptionsopfer    
  • 2009 - 2013 Vize-Präsidentin, Zwangsadoption-Schweiz
  • 2011 - 2013 Teilnahme an EJPD-Sitzungen für "Opfer von fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen - FSZM"  
  • 2012 - 2014 Aktuarin, Verein Netzwerk-Verdingt  
  • ab 2012  Mitglied, Parlamentarische Arbeitsgruppe für Opfer von FSZM. Vertretung Adoptionsopfer
  • April 2012 Mitgründerin,  Verein Fremdplatziert Sitz in Fehraltorf
  • 18.5.2013 - 6.1.2017 Präsidentin, Zwangsadoption-Schweiz & missglückte Adoption 
  • 5.2013 - 6.2016 Sprachrohr für Opfer von Zwangsadoption & Adoptierte die Missbrauch erlitten, Runder Tisch für Opfer von FSZM  vor 1981
  • 2013 Mitglied,  Initiativkomitee der Wiedergutmachungsinitiative   
  • 2015 Projektleitung "Ausstellung Niemands Kinder - Wir brechen das Adoptionstabu"
  • 2016 Vernetzerin+, "Gemeinsam in der Gemeinde", Kanton Fribourg
  • Februar 2017 Mitglied, beratende Kommission der zuständigen Behörde für Opfer von FSZM vor 1981
  • ab 2016 Biografie-Autorin

FSZM = fürsorgerische Zwangsmaßnahmen 


WENN ELTERN IN DER LAGE GEWESEN WÄREN ZU REDEN, HÄTTE DIE WORTLOSE, ABER NICHT BEWUSSTE WEITERGABE DES BELASTENDEN NICHT STATTGEFUNDEN

Das Schicksal meiner Vorfahren besiegelte mein Schicksal und das meiner Halbgeschwister


Dichter/in Unbekannt.

DER WEG ZU MIR SELBST

Immer war jemand da, der es besser versteht.
Stets sagte man mir wo es langgeht.
Keiner nahm Rücksicht auf das was ich will,
stets hieß es - das kannst Du nicht - sei still!

Stets wurde ich ermahnt, mach dies mach das.
Manchmal überkam mich fast Hass.


Ich tanzte zu Klängen, die mir nicht gefielen.
Man spielte auf mir und meinen Gefühlen.
Versuchte ich mal aufzumucken, bekam
ich die Quittung und musste mich ducken.
Ich wollte was sagen, man nahm mir das Wort.
So ging es mit vielem - deshalb schlich ich mich fort.
Ich zog mich zurück, ich wurde stumm,
langsam glaubte ich selbst - ich bin dumm.


Heut frag ich mich oft: Warum gab ich stets nach?
Eigentlich kann ich ganz viel und bin nicht so schwach.
Ich habe gern gearbeitet und war auch ganz gut.
Warum nur fehlte privat mir der Mut?
Ich fühlte mich müde und ausgebrannt.
Das war doch nicht alles - sagt mein Verstand.


Momentan fehlt mir der Antrieb, fehlt mir die Kraft.
Möchte mich fallen lassen, fühl mich geschafft.
Ich kann nicht mehr schwimmen, lasse mich treiben.
Ich möchte gehen und werde doch bleiben.


War das der Sinn von meinem Leben?
Werde ich weiterkämpfen oder aufgeben?
Doch ich seh für mich einen Hoffnungsschimmer.
Es geht wieder aufwärts, es war doch schon schlimmer.
Man hat mich gedemütigt, benutzt und betrogen,
aber nicht ganz zerbrochen, höchstens verbogen.


Vielleicht schaffe ich es zu sagen: Ich will!
Laut zu schreien, nicht mehr leise und still.
Mich zu wehren, meine Meinung zu sagen.
Nicht mehr brav und lieb- nicht mehr verzagen.
Ich will nicht mehr der Clown sein. Der lacht wenn er weint.
Ich möchte frei atmen auch wenn die Sonne nicht scheint.
Ich möchte wieder fühlen, das Leben ist schön,
und erhobenen Hauptes durchs Leben gehen!

Gedicht wurde am 14.11.2006 von Vio ins Internet gestellt und beschreibt dass, was ich als Kind fühlte und durchmachte

Aktualisiert am 1. September 2017